Die TELDEC-Story

Musikliebhaber schwärmen für die Lieder ihrer Idole, Plattensammler betonen den Wert der Singles und LPs, die deren Kunst verewigen, legen darüber Diskografien an. Aber die wenigsten kennen die Entstehungsgeschichten, die zum Erfolg der Musikproduktionen führten. Im Hintergrund wirken immer Menschen und Firmen, die das Ergebnis ermöglichten. Solch eine Gesellschaft war die deutsch-englische TELDEC GmbH. Louis Armstrong und Elvis Presley, Vico Torriani und Caterina Valente, Lonnie Donegan und die Rolling Stones, Peter Maffay und Udo Lindenberg – es gab nur wenige bedeutende Musiker, deren Platten nicht von der TELDEC veröffentlicht wurden.

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Vor 70 Jahren begann die Firma – damals noch als TELEFUNKEN-PLATTE –, von Nortorf (Schleswig-Holstein) aus Nachkriegsdeutschland mit Musikaufnahmen zu versorgen. Seit dem Zusammenschluss mit der englischen DECCA im Jahr 1950 in Hamburg entwickelte sie sich zu einem führenden Unternehmen, das halb Europa mit internationalen und nationalen Schallplatten belieferte und deutsche Musik in alle Welt exportierte. In der technischen Perfektionierung – von der Schellack-78er bis zum Direct Metal Mastering (DMM) – war das Nortorfer Presswerk führend.

Das Angebot der Labels TELEFUNKEN, DECCA, CAPITOL, LONDON, RCA, WARNER BROS., MCA, MONUMENT, um nur die wichtigsten zu nennen, gab Impulse für die Jugendkultur und prägte unsere Gesellschaft bis in die 80er Jahre. Rüdiger Bloemekes Chronik „Die TELDEC-STORY. Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte“ schildert die spannende Geschichte vom Aufstieg und Untergang der TELEFUNKEN-DECCA SCHALLPLATTEN GmbH. Zugleich ist es die faszinierende Chronik über all die Künstler, die mit ihrer Musik und ihren Schallplatten unser Leben beeinflussten. Das Ergebnis ist ein Who’s Who der populären Kultur.

Nicht zuletzt durch die Erinnerungen zahlreicher Zeitzeugen wird die Schilderung zu einer einzigartigen Dokumentation der kulturhistorischen Entwicklung nach 1945.
284 Seiten, Hardcover, mit über 800 Abbildungen, 38 Euro, Voodoo Verlag,
St. Dionys, 2018, Buch per Email betsellen: info@voodoo-verlag.com

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Stimmen zur TELDEC-Story

„Gratulation und Respekt zu dieser enormen Leistung, die Geschichte der TELDEC so detailliert zu dokumentieren. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Geschichte der deutschen Populärkultur nach dem Zweiten Weltkrieg.”

Hannes Rossacher, österreichischer Regisseur und Filmproduzent (Rock Me AmadeusJeanny)

„Rüdiger Bloemekes sorgfältig recherchiertes Buch nimmt den Leser mit auf eine wirklich einzigartige Reise durch ein halbes Jahrhundert der (west)deutschen Unterhaltungsbranche. Und all dies vermittelt auch ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte.“

Ulrich K. Baues, „Country Mag”

„Da haben Sie aber einen ganz großen Wurf gelandet! Vielen Dank für dieses phantastische Werk! Während des Lesens kommen so viele Erinnerungen an meine, unsere Teldec-Zeit wieder hoch.“

Wolf-Dieter Proppe, Besitzer der Druckerei Proppe, die für die TELDEC die Etiketten herstellte

„Ein phantastisches Buch, sehr, sehr interessant!“

Hans-Ove Regén, ehemaliger Besitzer der Plattenfirma „Grammofon Electra“ (Stockholm), die Geschäftspartner der TELDEC war 

 „Eine fulminante Hommage an ein Stück nicht mehr existente deutsche Medien-, Kultur- und Industriegeschichte. Ein ganz großer Pluspunkt ist die reichliche und gut gemachte Bebilderung, bei dem Preis schon eine Leistung. “

Grammophon-Platten.de

„Die Entwicklung der TELDEC, die ein Stück unseres Lebens war, ihre Hintergründe und Macher, hat der auf die Geschichte der Schallplatte spezialisierte Autor und Musikhistoriker Rüdiger Bloemeke anhand vieler Quellen und in Archiven recherchiert und für sein Buch „Die TELDEC-Story” zusammengetragen. Nachlesen kann man das jetzt alles in diesem opulenten Band, der zurecht den Untertitel trägt: „Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte”. Es war nämlich so. Die Hits aus dem Pop-Imperium TELDEC haben uns begleitet und wohl auch nachhaltig beeinflusst. In der Rückschau ist es heute unbedingt interessant und spannend. …

Sicher ein künftiges Standardwerk zum Thema, und wenn auch ein Namens- und Sachregister fehlt, für Musikfreunde, Schallplattensammler, Musikhistoriker, Archivare oder einfach nur Nostalgiker durch nichts zu ersetzen.“

 Frank Becker in der Sammlung Musenblätter. 

„Rüdiger Bloemeke erzählt die Geschichte der TELDEC, es ist das ultimative Buch dazu, eine spannende deutsche Geschichte. Prädikat: empfehlenswert!“

Tom Petersen in der WDR-4-Sendung  Legenden”

 „Der Untertitel dieses Buches hätte präziser nicht sein können: ‘Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte’… Der Autor Rüdiger Bloemeke stieg seit den Neunzigern kilometertief in die Archive, führte unzählige Interviews mit ehemaligen Teldec-Größen und wühlte sich durch Berge von Fotos, Cover-Abbildungen, Logos und Presseausschnitten… und schrieb ein präzises, unterhaltsames Porträt einer der wichtigsten Plattenfirmen der deutschen Nachkriegszeit… Das Resultat ist ein glattes Standardwerk.“

Hans-Jürgen Günther in GoodTimes

„Mehr als eine Plattenfirma: Die Teldec-Story. Die Geschichte der Schallplattenfirma Teldec ist nicht nur Musik-, sondern auch ein spannendes Stück Kulturgeschichte. Mit ihrer Entstehung wurde der bundesdeutsche Musikmarkt im großen Stil für englische und amerikanische Importe geöffnet.“

Antonia Kasparek, WDR.de

„Teldec setzte Nortorf bei Neumünster auf die Landkarte des Musikbusiness und gab Tausenden Arbeit. Und sie half, das an Nazi-Märsche gewöhnte Deutschland mit Rock’n’Roll, Jazz und anderen Spielarten der Moderne vertraut zu machen. Rüdiger Bloemeke hat sich auf die Spuren von Teldec begeben und mehr als eine gut zu lesende Chronik geschrieben. Er blendet immer wieder auch in die Zeit und lässt Musikgeschichte lebendig werden. Und er tut das mit großer Akribie.”

Peter Intelmann, Lübecker Nachrichten

„Der Autor nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise durch ein halbes Jahrhundert der (west)deutschen Unterhaltungsbranche. Interessant für alle Musikfans sind auch ausführliche Erläuterungen zu vielen technischen Details über Schellack und Vinyl, Mono und Stereo, Musikboxen und Singles… Sein neues Werk ist von enormem Fachwissen und spürbarer Liebe zur Materie geprägt und den Preis von 38 Euro allein schon wegen der Abbildungen wert.”

Peter Stöbich, Rock’n’Roll Musikmagazin 

 

TELEFUNKEN

Das Label gab es bereits seit den 30 er Jahren. Es blieb auch nach 1945 dem deutschen Schlager, der Volksmusik und der Klassik vorbehalten. Bekannte Interpreten: Rosita Serrano, Gitta Lind, Ernst Mosch, Slavko Avsenik, Jürgen Marcus, Peter Maffay, Udo Lindenberg, Nikolaus Harnoncourt.

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Maffay Du bist anders001Quiz-Frage: Wie kam es dazu, dass die TELDEC Rolling-Stones-LPs in den USA mit einem TELEFUNKEN-Aufkleber vertrieb?

 

 

 

 

CAPITOL

1948 schloss die Berliner TELEFUNKEN-PLATTE einen Vertriebsvertrag mit der amerikanischen Plattenfirma CAPITOL. Die Vereinbarung blieb auch mit der TELDEC gültig – bis 1956. Auf dem Label wurden Jazz, Pop, Country und Rock ’n’ Roll veröffentlicht. Bekannte Interpreten: Nat „King“ Cole, Benny Goodman, Duke Ellington, Miles Davis, Les Paul und Mary Ford, T-Bone Walker, Frank Sinatra, Dean Martin, Ella Mae Morse, Gene Vincent.

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Quiz-Frage: Welcher CAPITOL-Künstler stand für den Beginn des Cool-Jazz?

Dean Martin Swinging001

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DECCA

Mit dem Zusammenschluss der TELEFUNKEN GmbH mit der englischen DECCA kam dieses Label 1950 in der Bundesrepublik unter das Dach der TELDEC. Dort wurde es für alle Musiksparten genutzt: Klassik, Schlager, Volksmusik, Rock ’n’ Roll, Pop, Beat. Bekannte Interpreten: Will Glahé, Lys Assia, Mantovani, Ted Heath, Edmundo Ros, Vico Torriani, Hans Albers, Caterina Valente, The Rolling Stones, Tom Jones, Georg Solti.

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Mantovani-Charmaine-EP001Torriani "In Paris ist .001Caterina - Madison club001

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tom jones001Quiz-Frage: Was bedeutet das Ohr im Logo der DECCA-Labels?

 

LONDON

1954 etablierte die englische DECCA ihr LONDON-Label auch in der Bundesrepublik. Es war bis auf wenige Ausnahmen amerikanischer Musik vorbehalten. Auf LONDON versammelte DECCA das Programm zahlreicher US-Labels. Anfangs gehörte dazu das Jazz-Repertoire von RIVERSIDE. Schon bald wurde LONDON zum Sammelbecken für aktuelle amerikanische Musiktrends, vor allem ab 1956 für Rock ’n’ Roll. Bekannte Interpreten: Louis Armstrong, George Lewis, Pat Boone, Bill Haley, Carl Perkins, Billy Vaughn, Fats Domino, Little Richard, Jerry Lee Lewis, Ray Charles, Chuck Berry, Ricky Nelson, Roy Orbison, Al Green.

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Quiz-Frage: Gab es zuerst die goldenen Tri-Mittelstücke der LONDON-Singles oder die silbernen von Telefunken und RCA?

 

RCA

Als der Vertrieb von CAPITOL an EMI-ELECTROLA überging, konnten die englische DECCA und die TELDEC 1956 das amerikanische RCA-Label vertraglich an sich binden. Das brachte die übliche Mischung von Klassik, Jazz, Pop und Country mit sich, vor allem aber den Newcomer Elvis Presley. Andere bekannte Interpreten: Mario Lanza, Harry Belafonte, Chet Atkins, Jim Reeves, Willie Nelson, Waylon Jennings, Neil Sedaka, Paul Anka, José Feliciano, The Sweet, David Bowie, Artur Rubinstein.

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Jimmie Rodgers001Willie Nelson Whisky001-1jim reeves002Quiz-Frage: Warum bekamen Schweden und Holland Elvis-Platten aus
der Bundesrepublik, bevor die deutschen Plattenkäufer sie erhielten?

 

WARNER BROS./WEA

1960 kam mit WARNER BROS. ein weiteres US-Label hinzu. Anfangs wurden nur Singles und EPs veröffentlicht. Zusätzlich zu Künstlern der 50er Jahre und der Filmbranche verpflichtete die Plattenfirma Protagonisten der Folk- und Westcoast-Szene. 1963 übernahm WARNER auch REPRISE RECORDS. Bekannte Interpreten: The Everly Brothers, Connie Stevens, Fats Domino, Peter, Paul and Mary, Frank Sinatra, Dean Martin, Lee Hazlewood, Van Morrison. 1971 machte sich das Label als WEA selbständig.

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Quiz-Frage: Welche Interpreten retteten Warner Bros. vor dem Bankrott?

 

MCA

Unter dem neuen Namen MCA erschienen 1966 die amerikanischen Platten der Labels BRUNSWICK und DECCA bei uns auf dem Markt, die bisher von der DEUTSCHEN GRAMMOPHON vertrieben wurden. Das waren hauptsächlich Jazz, Rock ’n’ Roll und Pop. Bekannte Interpreten: Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Bill Haley, Buddy Holly, Brenda Lee, Bing Crosby, Earl Grant, Rick Nelson, Neil Diamond.

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Quiz-Frage: Welche englische Beat-Gruppe wurde durch die MCA von der TELDEC auf DECCA als „American Series“ -Platte veröffentlicht?

 

MONUMENT

1958 gründete Fred Foster das Label, das er nach dem Washington Monument benannte. Als Teilhaber stieg der Musiker Bob Moore ein. Erst als Roy Orbison verpflichtet wurde, konnte es in den 60er Jahren kommerziell reüssieren. Erfolgreich war MONUMENT im wesentlichen in der Country-Musik. Das US-Label wurde in England und Deutschland auf dem LONDON-Label vertrieben, bevor es eigenständig einen Vertrag mit der TELDEC schloss. Bekannte Interpreten: Tony Joe White, Robert Mitchum, Joe Simon, Kris Kristofferson.

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Quiz-Frage: Warum kamen Roy Orbisons Platten bei uns nicht auf MONUMENT heraus?  

 

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